Unsere Schüler berichten aus Dänemark - 31.03. - 05.04.2019

Nach einer 6-stündigen Busfahrt kamen wir am Sonntagabend in Ikast an. Freudestrahlend wurden wir von den Dänen begrüßt. Wir, die 29 Schüler und Schülerinnen der 11. Klasse, werden nun täglich über unsere Eindrücke berichten....

 

Montag, 01. April 2019

Nach einem spannenden ersten Abend ging es heute an das Ikast-Brande-Gymnasium.

Der erste Tag, bzw. die ersten Stunden am Ikast-Brande-Gymnasium, waren sehr herzlich und entspannt. Wir trafen uns alle am Morgen mit Jytte, unserer dänischen Austauschkoordinatorin, die uns begrüßte. Danach wurde uns erzählt, wie das Schulsystem in Dänemark funktioniert. Dieser wurde mit einem kleinen Rundgang durch die Schule beendet. Danach trafen wir uns alle im „Quben“ wieder, was wie eine Aula ist und wo sich der Rest der Schule sammelte. Zusammen mit den Dänen sangen wir „Das Fliegerlied“ und im Anschluss ging Herr Hoppstock auf die Bühne. Er sagte noch einmal, wie sehr er den angeregten Austausch schätze und lud die Direktorin des Ikast-Brande-Gymnasiums zum 275. Jubiläum an unsere Schule in Salzwedel ein.

Ab 10:55 begann die 3. Unterrichtsstunde sowie unsere Schnupperstunden.
Ich (Phillip) war im Matheunterricht, der auf Englisch gehalten wurde, weil mein Däne an dem IB Programm teilnimmt. IB ist ein Bildungsprogramm, welches eine internationale anerkannte Qualifikation bietet und von Universitäten weltweit anerkannt wird. Es war auf jeden Fall sehr interessant, Matheunterricht in einer anderen Sprachen zu haben sowie die Unterschiede zu unserem deutschen Matheunterricht zu sehen.
Seit dem Unterrichtsbeginn spürte ich sofort das gelassene Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler. Es wird viel gelacht, was den Unterricht auflockert. Doch trotzdem bleiben Sie konzentriert, was mir sehr gefiel! Die Räumlichkeiten in der dänischen Schule sind generell sehr modern und laden zum Lernen ein, was ihr anhand der Bilder auf jeden Fall sehen könnt.
Ich (Lucie) war im Medienunterricht mit ein paar anderen deutschen Schülern. Ich habe mindestens 15 MacBooks gesehen, 3 Lautsprecher für den Raum und 2 weiße Boards auf denen mit Beamern der Unterrichtsstoff projektiert wurde. Alle haben ihr Handy benutzt, sind rausgegangen, wann sie wollten und ihre Lehrerin hieß nicht Frau Rosenkilde, sondern einfach Mille. Man kann sich vorstellen, dass diese Situation uns erstmal überfordert hat, auf der anderen Seite jedoch bewusst gemacht hat, wie sehr sich das dänische von unserem Schulsystem unterscheidet. Es war eine ganz neue Erfahrung.

Um 12:05 hatten wir eine Mittagspause von 30 min, also wie an unserer Schule. Danach sind wir mit den Dänen in den Deutsch-, Musik- oder Sportunterricht gegangen. Es hat uns viel Spaß gemacht. Wir haben zusammen mit den Dänen gearbeitet und ihnen geholfen, ihr Deutsch zu verbessern.

13:45 Uhr haben wir uns alle gemeinsam mit den Dänen im Quben, was ungefähr wie unsere Aula ist nur viel größer, getroffen.
Die Dänen und wir haben dann gemeinsam Paartänze einstudiert, die für Dänemark typisch sind.
So konnten wir uns untereinander noch ein bisschen besser kennenlernen und natürlich auch zusammen lachen. Die Tänze erinnerten uns ein wenig an die deutschen Volkstänze und obwohl es schwer war, diese ordentlich auszuführen, hat es viel Spaß gemacht!
15 Uhr waren wir fertig mit dem Tanzen & jeder ist mit seinem Dänen nach Haus gegangen, um den Nachmittag individuell zu gestalten.
Zusammenfassend: Wir haben heute viel über die dänische Schule gelernt und uns untereinander besser kennengelernt!

Die Schule in Ikast
Es war ein wirklich toller Tag und nun freuen wir uns schon auf den morgigen!

 

Dienstag, 02. April 2019

Heute fing der Tag mit einer ersten Kostprobe der Sprache unseres Gastlandes an: eine Stunde Dänisch.

Wir haben einiges für einen guten Grundwortschatz mitnehmen können und unsere Lehrerin Sigrid hat den Unterricht für uns mit Stationsarbeit abwechslungsreich und interessant gestaltet. Mal sollten wir neu erlernte Wörter richtig aussprechen, was bei der dänischen Sprache gar nicht so leicht ist. Mal haben wir auch Videos gezeigt bekommen, eine Werbung und die dänische Version von Bruder Jakob. Nichtsdestotrotz war der Unterricht irgendwann vorüber und wir hatten noch eine kurze Pause bevor wir wieder in den Bus stiegen…

Auf dem Bild seht ihr ein paar Vokabeln, die auch euch, z.B. im Urlaub in Dänemark, nützlich sein könnten.

daenemark_2019_(3).jpg

 

Nach dem Dänischunterricht sind wir mit dem Bus, gemeinsam mit unseren Dänen, nach Herning gefahren, einer etwas größeren Stadt. Angekommen in Herning, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine ging in die Stadt für eine kleine Stadtführung und die andere ins Textilmuseum. Wir (Lena & Lea) waren in der Gruppe, die zuerst in die Stadt ging. Dort haben uns zwei Dänen eingeführt und Sehenswürdigkeiten gezeigt. Dazu sollten wir bei jeder Sehenswürdigkeit ein Foto mit unserer/m Austauschschüler/in machen. Jedoch ist das irgendwie untergegangen, weil alles so schnell ging.
Danach tauschten wir mit der anderen Gruppe und gingen ins Textilmuseum.
Im Textilmuseum in Herning führte uns eine Frau durch die verschiedenen Phasen der Textilindustrie.
Sie erklärte uns, wie sich die Textilindustrie in der Zeit der Industrialisierung und in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verhielt. Außerdem stellte sie uns die Maschinen, welche damals genutzt wurden, vor.
Doch auch die Fabriken sind heute nicht mehr so, wie sie einmal waren. Somit brachte sie uns auch die Verbesserungen der Fabriken näher.
Nachdem wir im Museum und in der Stadt waren, hatten wir Freizeit. Wir (Emma und Elise) sind mit einer großen Gruppe in das Restaurant Cosy Essen gegangen. Das Essen war sehr lecker, aber auch so viel.
Da wir nacheinander in größeren Gruppen ankamen, war am Ende nicht einmal Platz für alle. Anschließend hatten wir genug Zeit, um uns etwas die Stadt Herning anzusehen und Shoppen zu gehen. Der Großteil unserer Gruppe landete schließlich bei einem Süßigkeitenladen.
Auch wenn wir alle noch sehr satt waren, wollten wir so viel wie möglich probieren.
Die Sonne hat die ganze Zeit geschienen, also saßen wir vor dem Laden, erzählten und genossen das schöne Wetter.
Schließlich war es Zeit, sich am Bus zu treffen und es ging endlich nach Baboon City (ein Indoor-Spielplatz für Kinder und Jugendliche).Am Anfang gab es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Es gab Trampoline, Autoscooter, Casionospiele, Fußball und viele andere Dinge. Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber nachdem man alles ausprobiert hatte, wurde es etwas langweilig.Der Tag war sehr anstrengend und so waren wir froh, als es um 6 zurück nach Ikast und dann zu unseren Gastfamilien ging.

Im Baboon-City

 

Mittwoch, 03. April 2019

Um 8.15 startete unser Bus vom Ikast Brande-Gymnasium. Daraufhin begaben wir uns zum ersten Mal auf eine Reise ohne unsere Dänen. So führte uns die zweistündige Busfahrt zum Strand von Blåvand, wo ein wolkenreicher Himmel den kleinen Ausblick auf die Dünenlandschaft und zahlreiche Bunker aus dem 2. Weltkrieg nicht verhinderte. Nach dem einstündigen Nordseespaziergang mussten wir uns erstmal stärken. In einem kleinen, typisch dänischen Kaffee verzehrten wir für einen kleinen Preis, teilweise warme, aber auch kalte Speisen. 60 Zeigerumdrehungen später navigierte uns unser Busfahrer zu einem gut erhaltenen Bunker. Dieser befindet sich in dem urigen Ort Tirpitz.
Die Reise in den Bunker startet mit einem unterirdischen Tunnel, den man mit einer massiven Treppe betritt. Daraufhin wurde das Bunkermuseum in mehrere kleine Museen unterteilt. Das erste „Museum“ beschäftigte sich mit dem „Gold der Westküste“. Dieser Teil ermöglicht einen faszinierenden Einblick in die mythische Welt des Bernsteins. So kommt man vielen fantastischen Kunstwerken sehr nahe.
Wer jedoch denkt, dass ein Besuch im Bunker stets langweilig und altmodisch sei, der hat hier definitiv falsch gedacht. Nur wenige Schritte von der einzigartigen Bernsteinsammlung entfernt befindet sich nämlich ein hochmodernes 4D-Filmerlebnis, welches die Zuschauer zu einer atemberaubenden Zeitreise durch 20.000 Jahre Westküstengeschichte einlädt.
Der letzte Teil des Museums fesselt die Besucher mit den originalen Überresten des Bunkers von Tirpitz. An zahlreichen Standpunkten konnten wir mit Hilfe unserer Audioguides spannende Kurzgeschichten zum jeweiligen Thema, auch in unserer Muttersprache verfolgen. Diese Funktion war auch in den restlichen Teilen des Museums vertreten, was die Moderne dieses Museums erneut unterstreicht.
Alles in allem war es für uns ein sehr informationsreicher Tag, welcher uns sowohl die dänische, als auch die deutsche Geschichte ein Stückchen näher gebracht hat.

daenemark_2019_(6).jpg

 

Donnerstag, 04. April 2019

An unserem vorletzten Tag besuchten wir in Århus das Kunstmuseum Aros. Nachdem wir mit einer Führung einige besondere Exponate besichtigen durften, haben wir die wunderschöne Aussicht vom Panoramadach genossen. Danach konnten wir, nach einer kurzen Tour mit dem dänischen Lehrer Christian durch die Stadt, ein paar Souvenirs kaufen bzw. die Stadt erkunden.

 

 

Den Abschluss des diesjährigen Austauschs markierte eine gemeinsame Abschlussfeier im Lehrerzimmer des Ikast-Brande-Gymnasiums.
Ergänzt wurde das Ganze durch eine Reihe von Spielen wie Limbo oder Reise nach Jerusalem.
Zudem kam es zu einer weiteren Aufführung des Tanzes, welcher bereits am Montag getanzt wurde. Zwar bot das Essen, welches aus verschiedenen Pizzen bestand, nicht viel Variation, jedoch entstand, begleitet von Musik, Tanz und angeregten Gesprächen, eine fröhliche und teils ausgelassene Stimmung unter den Anwesenden.

 

Freitag, 05. April 2019

Nach unserer spannenden und aufregenden Woche befinden wir uns nun wieder auf dem Rückweg nach Salzwedel. Zurückblickend können wir (Lucie, Laura, Zara, Lea) sagen, dass es eine sehr schöne Zeit in Dänemark und mit unseren Gastfamilien war.
Besonders gut hat uns der Spaziergang an der Nordsee, sowie das Kunstmuseum in Aarhus gefallen.
Auch die Ausflüge in die dänischen Städte, bei denen wir viel Freizeit hatten, haben uns viele neue Eindrücke gebracht.
Es war mal eine ganz neue Erfahrung, in einer Gastfamilie zu leben und somit einen Einblick in den Alltag der dänischen Kultur zu bekommen.
Zudem hat uns der Austausch ermöglicht, unsere Englisch-Kenntnisse anzuwenden und zu verbessern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Reise nach Dänemark ein tolles Erlebnis war und wir nur jedem empfehlen können, mitzufahren.
So freuen wir uns auch sehr die Dänen im September hier in Deutschland begrüßen zu dürfen.




Datenschutzerklärung