Anmeldung:

Nutzer: Kennwort:
Weitere Themen:
Schlagworte:

1. Periode: Die Lateinschulen von Salzwedel 1307 bis 1315

 

1307

Eine Lateinschule an der Marienkirche wird in einer Urkunde erwähnt. Sie wird als „Städtische Lateinschule der Altstadt“ bezeichnet.


1329

Probst Rudolf verordnet in seinem Testament eine Seelenmesse, die der Rektor und Schüler halten sollen.

 

1315
Eine weitere Lateinschule an der Katharinenkirche wird genannt: Das Gebäude des „Städtischen Lateinschule der Neustadt“ stand an der Stadtmauer zwischen Kirche und des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums.

2. Periode: Von der Einführung der Reformation in Salzwedel
bis zur Vereinigung der beiden Lateinschulen
(auch Gelehrtenschulen genannt) 1541 -1744

1541
Die Kirchen- und Schulvisitation macht Station in Salzwedel.


1541
Die „Altstädter Lateinschule“ wird in das aufgelöste Franziskanerkloster verlegt.


1544
Abdias Praetorius wird Rektor der „Altstädter Lateinschule“.


1550
Salzwedel als Doppelstadt, bestehend aus der Altstadt und der nordöstlich davon liegenden befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Bedeutung.


1570
Ein neues Schulgebäude wird an der Katharinenkirche in der Neustadt errichtet.


1618 - 48
Der Dreißigjährige Krieg wütet im Zentrum Europas.


1713
Die Alt- und die Neustadt Salzwedels werden vereinigt.


1731
Rektor Beier stellt bei der Behörde den Antrag, die Lateinschule in ein „Gymnasium academicum“ (eine höhere Schule, die vor allem in den protestantischen Territorien des Heiligen Römischen Reiches aufkam und gymnasiale und universitäre Studien verbinden sollte) umzuwandeln. Dieser Antrag wird abgelehnt.


1744
Die beiden Schulen werden ebenfalls vereinigt. Die „Neustädter Lateinschule“ zieht mit „Altstädter Lateinschule“ zusammen in das Gebäude des ehemaligen Franziskanerklosters. Am 11. September 1744 wird die Vereinigung nach 37 Jahren des Verhandelns vollzogen und die Schule eröffnet. Georg Scholle wird der Rektor der „Großen Schule“ in Salzwedel.

 

3. Periode: Von der Vereinigung der Lateinschulen bis zur Reorganisation

1744 – 1819: In diesem Zeitabschnitt wird die Schule als „Städtische Große Schule“, „Gymnasium“, „Lyzeum“ und dann wieder als „Gymnasium“ bezeichnet.


1756 - 1763
Siebenjähriger Krieg
Im Jahr 1763 wird in Preußen die Schulpflicht eingeführt.


1791 - 1794
Der 13 Jahre alte Friedrich Ludwig Jahn wird Schüler der Salzwedeler Lateinschule. Nach mehreren Disputen und Auseinandersetzungen bittet er um sein Abschlusszeugnis und wechselt an das Berliner Gymnasium zum Grauen Kloster.


1807 - 1813
Unter Napoleonischer Fremdherrschaft wird Salzwedel Distrikthauptstadt des Königreichs Westfalen. In dieser Zeit wird Schule „Lyzeum“ genannt.


1812
In diesem Jahr wird im Zuge der Preußischen Reformen die „Abiturprüfung“ in Preußen eingeführt.


1801
Der spätere Prähistoriker und Pädagoge Johann Friedrich Danneil erwirbt sein Abitur an der Lateinschule.


1805
In diesem Jahr wird Danneil zum Lehrer an der Schule bestellt. 1807 ist er bereits Subcondirektor.


1811 Erste Seminare für Volksschullehrer werden in Preußen eingeführt.


1819 - 1852
Johann Friedrich Danneil arbeitet als Rektor des Gymnasiums.

5. Periode: Königliches Gymnasium (1874 bis 1918)

1882
Das neue Schulgebäude vor dem Lüchower Tor wird am 1. November eingeweiht.


1906
Der Neubau des städtischen Lyzeums beginnt.


1869 - 1876
Dr. A. Assmus ist Rektor des Gymnasiums.


1876 - 1904
Dr. G. Legerlotz ist Rektor des Gymnasiums.


1904 - 1907
Dr. O. Rößner ist Rektor des Gymnasiums.


1908 - 1932
Studiendirektor Dr. Max Adler ist Rektor des Gymnasiums.


1914 - 1918
Erster Weltkrieg: Etwa 40 ehemalige Schüler waren als Kriegsopfer zu beklagen.

4. Periode: Von der Reorganisation 1819 bis zur Übernahme in die königliche Staatsverwaltung 1874 als „Städtisches Gymnasium mit Königlichem Kompatronat“

1819
Eine Reorganisation der Schule durch den Rektor Danneil findet statt. Die Schule führt fortan wieder den Titel „Gymnasium“. Kernpunkte der Reorganisation waren:


=> Die Verschmelzung von Unterstufe und Oberstufe,
=> die inhaltliche und didaktisch-methodische Ausgestaltung des Unterrichts und
=> die Einstellung qualifizierter Lehrkräfte.


1828

Eine Realklasse und Sonntagsschule für Handwerker werden am Gymnasium eingeführt.


1844
Am 11. und 12. September wird das hundertjährige Jubiläum der Schule gefeiert. Friedrich Ludwig Jahn nimmt an der Feier ebenfalls teil.


1871
Die Gründung des deutschen Kaiserreichs erfolgt im Januar nach dem gemeinsamen Sieg der deutschen Staaten im Deutsch-Französischen Krieg.


1874
Am 30. März wird das städtische Gymnasium vom Kultusministerium des preußischen Staates übernommen.

5. Periode: Königliches Gymnasium (1874 bis 1918)

1882
Das neue Schulgebäude vor dem Lüchower Tor wird am 1. November eingeweiht.


1906
Der Neubau des städtischen Lyzeums beginnt.


1869 - 1876
Dr. A. Assmus ist Rektor des Gymnasiums.


1876 - 1904
Dr. G. Legerlotz ist Rektor des Gymnasiums.


1904 - 1907
Dr. O. Rößner ist Rektor des Gymnasiums.


1908 - 1932
Studiendirektor Dr. Max Adler ist Rektor des Gymnasiums.


1914 - 1918
Erster Weltkrieg: Etwa 40 ehemalige Schüler waren als Kriegsopfer zu beklagen.

6. Periode: Staatliches humanistisches Gymnasium,
Staatliches Friedrich - Ludwig - Jahn - Gymnasium (1918 – 1937)

1918
Die „Novemberrevolution“ findet statt. Das Königliche Gymnasium wird zum staatlichen humanistischen Gymnasium (mit 9 Schuljahren) in der Weimarer Republik.


1931
Die Namensgebung des Gymnasiums wird vollzogen. Es heißt nun nach seinem ehemaligen Schüler (1791-1794) „Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium“.


1932- 1933
Studiendirektor Dr. K. Probandt ist Rektor des Gymnasiums.
Die Machtübernahme der Nationalsozialisten verwandelt die demokratische Republik in eine Nationalsozialistische Diktatur. Auch das Bildungswesen wird dabei umstrukturiert. Juden werden von Schulen und Hochschulen ausgeschlossen.


1934- 1937
Studiendirektor Dr. H. Holtorf ist Rektor des Gymnasiums.

7. Periode: Jahnschule - Staatliche Oberschule für Jungen
(1937 – 1945)

1937
Das Gymnasium wird in eine staatliche „Oberschule für Jungen“ (mit 8 Schuljahren) umgewandelt.


1937
Die Landwirtschaftsschule wird Zubringerschule (städtische Oberschule mit Klassen 5 -9).


1938 - 1945
Oberstudiendirektor Dr. E. Kaminski ist Rektor der Oberschule.


1944
Eine schlichte Feierstunde findet am 9. September zum 200jährigen Bestehen der Schule statt.


1943 - 1945
Schüler von Klasse 6 bis 8 werden als Luftwaffenhelfer bzw. Marinehelfer an der Nordseeküste eingesetzt.


1939 - 1945
Zweiter Weltkrieg: Mehr als 140 ehemalige Schüler ließen ihr Leben im Zweiten Weltkrieg.

8. Periode: Jahnschule-Oberschule in der SBZ (1945-1949) und DDR (1949-1990)

1945
Die Schule wird in der SBZ zu einer Oberschule (9. bis 12. Klasse) umstrukturiert.


1947
Die Oberschule für Mädchen wird der Schule angegliedert.


1956
Die Schule fungiert nun als erweiterte Oberschule (EOS, 9. - 10. Klasse als Vorbereitungsklassen, 11. - 12. Klasse als Abiturstufe). Ab 1981 verbleibt lediglich die Abiturstufe vor Ort.


Direktoren:


1945 -1948
STR. Dr. Kurt Herrmann ist Rektor dieser Schule. Er wechselt danach nach Mainz.


1948 - 1951
Richard Münchenhagen ist Rektor dieser Schule. Er geht danach nach Ballenstedt.


1951 - 1952
Herbert Brettschneider ist Rektor dieser Schule. Er geht danach nach in die BRD.


1952 - 1959
Siegfried Hauer ist Rektor dieser Schule. Er wechselt danach nach Magdeburg.


1960 - 1971
Arthur Kopp ist Rektor dieser Schule. Er geht danach nach Straußberg.


1971 - 1981
Siegfried Peters ist Rektor dieser Schule. Er wechselt danach ins Pädagogische Kreiskabinett.


1981 - 1991
STR. Dr. Gerd Polzius ist Rektor dieser Schule. Er wechselt danach an das Käthe-Kollwitz-Gymnasium Salzwedel.


Nach dem Mauerfall 1989 und der Wiedervereinigung 1990 wird das Bildungswesen umstrukturiert.

9. Periode: Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in der Bundesrepublik Deutschland 1991 - 2016

1991
Rainer Aschmann wird Schulleiter der Schule. Die Umstrukturierung zum Gymnasium findet statt.


1994
Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium (5. bis 12. Klasse) findet am 11. September die 250-Jahrfeier des Gymnasiums statt.


1995
Es kommt zum Zusammenschluss des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium.


1999
Die Gymnasien in Sachsen-Anhalt werden umstrukturiert (7. bis 13. Klasse).


1999
Der Einzug in den Neubau bzw. rekonstruierten „Altbau“ vor dem Lüchower Tor findet statt.


2003/04
Strukturreform in Sachsen-Anhalt: Es werden wieder 5. Klassen aufgenommen.


2004
Es kommt zur Fusionierung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums mit dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium.


2006/7

Die Gymnasien in Sachsen-Anhalt werden nochmals umstrukturiert. Das Abitur wird ab jetzt in der 12. Klasse abgelegt.


2015
Die neue Turnhalle auf dem Gelände des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums wird fertiggestellt und eingeweiht.


2016
Rainer Aschmann verabschiedet sich. Ralf Hoppstock wird neuer Direktor des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums.




Datenschutzerklärung